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Automatisierte Peritonealdialyse mit Claria und Sharesource aus Patientensicht

Patientengeschichten

Das Heimdialysegerät Homechoice Claria übermittelt die Behandlungsdaten über die Internetplattform Sharesource automatisch an das Dialysezentrum. Das hört sich kompliziert an, ist aber benutzerfreundlich und gewährleistet eine vollständige und sichere Datenübertragung. Eine 92-jährige Patientin des PHV-Nierenzentrums Goslar berichtete z.B. „Die Schrift auf dem Display ist so groß, die kann ich gut lesen. Da sehe ich bei Alarmen, was dort steht.“

Durch die automatische Datenübertragung kann das Dialysezentrum Behandlungsprobleme frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Sind z. B. während der PD-Behandlung Alarme aufgetreten, die eine Anpassung der Therapie erfordern, kann die nächste Behandlung vom Zentrum aus umprogrammiert werden. Ein großer Vorteil, der mehr Sicherheit bietet - besonders zu Beginn der Dialysebehandlung, bei Behandlungsproblemen oder für Patienten, die weit entfernt vom Dialysezentrum wohnen oder viel unterwegs sind.

Erfahrungen von Patienten

Viele Patienten finden die Anbindung ans Dialysezentrum über Sharesource beruhigend. Ein 54-jähriger Patient des PHV-Nierenzentrums Goslar, der von der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) zur APD wechselte, sagte beispielsweise erleichtert: „Gut, dass Ihr meine Filtration jetzt täglich im Blick habt.“

Einige Dialysepatienten durchlaufen manchmal Phasen, in denen ihr Engagement für die Dialysetherapie deutlich sinkt. In einigen Fällen spielen depressive Verstimmungen, in anderen Veränderungen der Lebensumstände und Interessen eine Rolle. Gerade bei jüngeren Patienten stehen mitunter andere Dinge deutlich mehr im Mittelpunkt als die eigene Gesundheit. Die Dialysebehandlung wird dann als störend wahrgenommen. Behandlungen werden ausgelassen, Materialbestellungen und Ambulanztermine vergessen.

Bei einem jungen Patienten des Nehrologicums Lausitz konnte die Therapietreue erst wieder durch den Wechsel von der CAPD zur APD mit Claria und Sharesource gesteigert werden. Zuvor hatte er die Behandlung vernachlässigt und die Nierenwerte bewegten sich in einem kritischen Bereich. Diesem Patienten gab die Anbindung ans Dialysezentrum über Claria und Sharesource neue Motivation. Als weitere Vorteile kamen ein höheres Sicherheitsgefühl, mehr Flexibilität und eine höhere Lebensqualität hinzu. Das Dialysezentrum bekam über Sharesource mehr Einblick in die Behandlung und konnte die gesundheitliche Situation des Patienten wieder deutlich verbessern. Als großer Vorteil erwies sich in diesem Fall die Möglichkeit, auf Alarmsignale rasch reagieren zu können und das Dialyseregime mit einer Programmierung über Sharesource aus der Ferne anpassen zu können. Das Dialyseteam schlussfolgerte, dass eine gute Kommunikation mit den Patienten eine Schlüsselstellung für Motivation, Therapietreue und Zufriedenheit der Patienten einnimmt.

Der regelmäßige Besuch der nephrologischen Sprechstunde wird durch Claria / Sharesource nicht ersetzt; das Zentrum kann diese Termine aber besser vorbereiten. Die engmaschige Betreuung mittels Sharesource kann dabei helfen, Besuche in der Notaufnahme, Klinikaufenthalte, ungeplante Zentrumsbesuche und Anrufe im Zentrum zu reduzieren.1

Patienten, die ihre PD nicht selbstständig durchführen können und daher Unterstützung erhalten (assistierte PD), empfinden die Anbindung ans Zentrum als Entlastung – für sich und für die Pflegekräfte. „Mir geht es so richtig gut“, berichtet ein 82 Jahre alter Patient. „Das Zentrum hat die Möglichkeit, die Daten täglich zu kontrollierem. Ich muss nicht im Zentrum liegen, habe meine Lebensqualität wieder und keine langen Transporte zum Zentrum mehr.“

Fazit
Erfahrungen aus Dialysezentren, die Claria und Sharesource einsetzen, zeigen, dass die Patienten das neue System sehr gut annehmen. Die Patienten fühlen sich sicherer und ihre Lebensqualität steigt. Wesentliche Voraussetzung dafür ist die enge Kommunikation mit dem Dialyseteam.