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Was versteht man unter einer Schmerztherapie?
Schmerzen kennt jeder: Sie können urplötzlich auftreten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden (akute Schmerzen), oder sie dauern trotz Behandlung über einen langen Zeitraum an (chronische Schmerzen). Die Behandlung hängt von der Schmerzart und -intensität ab. Die medikamentöse Therapie ist ein Grundpfeiler der Schmerztherapie. Bei Tumorpatienten mit chronischen Schmerzen ist die kontinuierliche und sichere Verabreichung von Schmerzmitteln, sogenannten Analgetika, für den Therapieerfolg entscheidend. Idealerweise werden sie in flüssiger Form über die Blutbahn oder das Rückenmark durch geeignete Pumpen verabreicht.
Wer ist besonders häufig von Schmerzen betroffen?
Tumorpatienten sind besonders häufig von chronischen Schmerzen betroffen. Das Ausmaß hängt von der Tumorart und vom Stadium der Erkrankung ab. Die Schmerzen entstehen z.B., wenn der Tumor auf Nerven drückt oder in sie hineinwuchert. Tochtergeschwulste, so genannte Metastasen, können Bewegungen behindern und die Magen-Darmtätigkeit blockieren. Auch Nebenwirkungen der Chemotherapie können Schmerzen auslösen.
Wir möchten die Paininfusoren neben dem Einsatz bei Tumorpatienten auch für die postoperative Schmerzbehandlung nach orthopädischen und chirurgischen Eingriffen (Schulter, Hüfte, Knie, Thorax- und Abdominalen Eingriffen) positionieren.
Was passiert, wenn Schmerzen nicht behandelt werden?
Schmerzen können mit ernsten körperlichen Folgekomplikationen verbunden sein sowie körperlichen und mentalen Stress auslösen. Langfristig wirken sich Schmerzen negativ auf verschiedene Organsysteme wie Verdauungstrakt, Niere, Lunge, Immunsystem sowie das Herz-Kreislauf-System aus. Daneben haben Schmerzen für den Patienten auch erhebliche Auswirkungen auf Beruf, Partnerschaft, körperliche Aktivitäten und Lebensqualität.
Welche Therapieoptionen gibt es?
Schmerzen können heutzutage dank moderner Therapieoptionen gut behandelt werden.
Eine der erfolgreichsten und verträglichsten ist die Gabe flüssiger Schmerzmittel über die Vene oder das Rückenmark. Mechanische Pumpen, die sich das Fließverhalten von Flüssigkeiten zu Nutze machen, sorgen für eine sichere und kontinuierliche Zufuhr. Sie sind in unterschiedlichen Größen mit verschiedenen Flussraten erhältlich: Die Schmerzmittel-Dosis kann so individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Durch die gute Handhabbarkeit der Pumpen bleibt der Patient während der Infusionen unabhängig und mobil. Die Verabreichung über das Rückenmark hat sich vor allem für die Schmerzbehandlung nach Operationen bewährt. Der Zugang wird durch den Anästhesisten bereits während der Operation gelegt und auch nach Narkoseende mit Schmerzmitteln beschickt.
Moderne Pumpsysteme geben dem Patienten nach Operationen die Möglichkeit, über ein Kontrollmodul die Dosierung des Schmerzmittels, je nach Schmerzintensität, selbst anzupassen. Der Vorteil: Die Basisrate an Schmerzmitteln ist nur gering und der Patient kann bei Bedarf alle 30 Minuten eine zusätzliche Dosis in Höhe von 5 ml selbst applizieren.
Die Multirates haben je 3 unterschiedliche Flussraten, die nur der Arzt, aber auch während der Infusion verstellen kann.
Ein Infusor, nämlich der Infusor-RA ist zusätzlich mit diesem Patientenkontrollmodul ausgestattet, mit dem sich der Patient bei Bedarf bei Schmerzspitzen eine zusätzliche Dosis von 5 ml alle 30 Minuten applizieren kann.
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Informationen für medizinische Fachkreise
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