Die Gabe des Immunglobulinpräparates verhindert schwere Schädigungen beim Kind und ist bei jeder Rhesus-negativen schwangeren Frau dringend angezeigt. Immunglobuline werden aus Spenderblut gewonnen und unterliegen einer äußerst strengen Qualitätskontrolle. Das Präparat wird der werdenden Mutter in die Vene oder in den Muskel injiziert. Nach der Spritze kann die Injektionsstelle etwas schmerzen, Unwohlsein, Kopfschmerzen oder auch eine Fieberreaktion auftreten. In einigen Fällen kommen allergische Reaktionen wie Nesselsucht vor. Deshalb sollen die Frauen mindestens 20 Minuten nach Gabe des Präparates in der Arztpraxis bleiben, damit bei schwereren Überempfindlichkeitsreaktionen sofort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Die Auswirkungen auf das Neugeborene sind äußerst gering. Möglicherweise werden einige rote Blutkörperchen im kindlichen Blut zerstört, aber beim Neugeborenen werden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet.
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Texte entnommen aus:
Deutsche Gesundheits-Korrespondenz,
Nr. 10, Oktober 2006
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