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Rhesusprophylaxe

Wie wird der Rhesusfaktor ermittelt?

Bei Schwangeren mit dem Merkmal Rhesusfaktur negativ kann es zu schwersten Komplikationen kommen, wenn das Kind Rhesusfaktor positiv ist. Die Schädigungen treten dabei noch nicht beim ersten Kind auf, aber bei jeder weiteren Schwangerschaft. Daher wird bei jeder Schwangeren frühzeitig neben der Blutgruppe auch der Rhesusfaktor bestimmt. Die Untersuchung wird schon bei der ersten Blutentnahme angefordert. Im Labor werden die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) genau untersucht. Das geschieht mit Hilfe von Testseren: Blutkonzentrat der zu testenden Person wird mit Kochsalzlösung verdünnt und mit den Testseren vermischt. Die Testseren enthalten Antikörper, die genau zu den Blutgruppen des ABO- oder des Rhesussystems passen. Ist beispielsweise der Rhesusfaktor vorhanden, verklumpen (agglutinieren) die Erythrozyten nach einiger Zeit, weil sie durch die Antikörper in den Testseren vernetzt werden. Ist auf den Blutzellen kein Rhesusfaktor ausgebildet, bleibt die Agglutination aus.



Wird eine Frau auf Rhesusfaktor-negativ getestet, muss sie in jeder Schwangerschaft und nach jeder Geburt eine Anti-D-Prophylaxe erhalten, damit durch eine mögliche Rhesusunverträglichkeit keine Schädigungen bei ihren Kindern auftreten können.


>> Welche Auswirkungen hat ein Rhesus-Unverträglichkeit beim Kind?

 

 

Texte entnommen aus:
Deutsche Gesundheits-Korrespondenz,
Nr. 10, Oktober 2006
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
im Kilian
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