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Was ist Krebs und wie entsteht er?
Mit „Krebs“ bezeichnet man bösartige Tumoren, die (anders als gutartige) in umliegendes Gewebe eindringen, es zerstören, und sich über die Lymph- und Blutgefäße oder Nervenfasern im ganzen Körper ausbreiten können. Krebszellen sind Entartungen normaler Körperzellen. Sie entstehen dadurch, dass die Mechanismen, welche die Teilung und damit die Vermehrung einzelner Körperzellen kontrollieren, außer Kraft gesetzt werden. Die Umwandlung einer Normal- in eine Tumorzelle kann durch Infektion mit bestimmten Viren ausgelöst werden. Krebs ist nicht ansteckend; bestimmte Gene, die eine Tumorerkrankung begünstigen, sind allerdings vererbbar.
Was sind die häufigsten Krebsarten?
Das häufigste Tumorerkrankung ist Darmkrebs mit 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Das Risiko, an Tumoren des Dick- oder Mastdarms zu erkranken, nimmt mit dem Alter deutlich zu, insbesondere wenn eine familiäre Belastung vorliegt.
Vorsorgeuntersuchungen sind daher umso wichtiger. Bei familiärer Belastung wird empfohlen, bereits ab Anfang 30, ansonsten ab Mitte 50 in regelmäßigen Abständen eine Darmspiegelung durchführen zu lassen.
Welche Therapieoptionen gibt es bei Darmkrebs?
Dass Darmtumoren heute nicht mehr die häufigste Krebstodesursache sind, sondern die Sterblichkeit seit den 70er Jahren konstant zurückgeht, ist nicht nur einer verbesserten Früherkennung, sondern auch modernen Therapieoptionen zu verdanken.
Darmtumoren werden in der Regel operativ entfernt. Abhängig von ihrer Ausbreitung wird nach der Operation eine Chemotherapie durchgeführt. Eine der erfolgreichsten, verträglichsten und für den Patienten bequemsten Form ist die Gabe flüssiger Arzneimittel über die Vene nach dem so genannten FOLFOX-Protokoll.
Das nach seinen Hauptbestandteilen, den Wirkstoffen Fluorouracil, Leucovorin und Oxaliplatin benannte Behandlungsregime gliedert sich in ca. 12 Zyklen: Die Krebszellen zerstörende Lösung wird jeweils an den ersten beiden Tagen über jeweils 22 Stunden verabreicht, danach folgen 12 therapiefreie Tage, bevor der nächste Zyklus beginnt.
Viele Patienten empfinden diese Art der Arzneimittelzufuhr angenehmer als das Einnehmen von Tabletten, da sie – um die gleiche Wirkung zu erzielen – innerhalb von zwei Wochen ca. 140 Kapseln schlucken müssten!
Die Fluorouracil-Lösung wird am praktischsten mit einer mechanischen Pumpe direkt in die Blutbahn eingeleitet. Die bis zu 240 ml umfassenden Pumpen sind so klein und leicht, dass sie ohne Beeinträchtigung am Körper getragen werden können. So bleibt der Bewegungsspielraum nahezu erhalten; Spaziergänge sind ebenso möglich wie eine reguläre Körperpflege.
Eine Chemotherapie nach dem FOLFOX-Regime kann in vertrauter häuslicher Umgebung durchgeführt werden. Dies begünstigt nicht nur den Behandlungserfolg, sondern bedeutet für Patienten auch einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität.
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