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Peritonealdialyse hat viele Vorteile

Bei schnellem Austausch sollte eine APD durchgeführt werden, da kürzere Verweilzeiten des Dialysats im Peritoneum eine gute Entgiftung gewährleisten und das überschüssige Wasser effektiv entzogen wird.

Zusätzlich zu den oben genannten Behandlungsformen gibt es einige Varianten, die individuell auf den einzelnen Patienten angewandt werden können. In Ausnahmefällen können medizinische Gründe die eine oder andere Behandlungsform unmöglich machen. Deshalb ist eine auf den Patienten zugeschnittene Beratung in einem PD-Zentrum unbedingt nötig.

Schonende und gleichmäßige Entgiftung
Beide Nierenersatztherapien, Peritonealdialyse wie Hämodialyse, unterscheiden sich in ihrer Entgiftungsqualität nicht. Die PD arbeitet aber der gesunden Niere „ähnlicher“, da sie den Körper kontinuierlich und gleichmäßig entgiftet und entwässert.



Bei Hämodialysepatienten sammeln sich die harnpflichtigen Substanzen und das Wasser in der dialysefreien Zeit (2 bis 3 Tage zwischen den einzelnen Dialysebehandlungen) im Körper an und werden dann innerhalb von 4 bis 5 Stunden entzogen. Dies ist eine erhebliche Belastung für den Körper, und es kann zu Blutdruckabfällen und Krämpfen kommen.

Die Peritonealdialyse entgiftet und entwässert den Körper kontinuierlich. Dadurch bleibt die Urinproduktion erfahrungsgemäß länger erhalten als bei der Hämodialyse. Die eigene Restausscheidung bedeutet für jeden Dialysepatienten noch eigene Nierenfunktion und freiere Trinkmenge. Bei der PD bleiben Blutdruck und Kreislauf stabil. Dies ist besonders wichtig für herzkranke Patienten.

Eigenverantwortlichkeit
Die Peritonealdialyse ist ein Heimdialyseverfahren. Dies bedeutet für den Patienten ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit bei der Therapie, aber ebenso Unabhängigkeit von klinischer Umgebung. Die Patienten stellen sich alle 8 bis 12 Wochen in ihrem betreuenden Zentrum vor. Durch Flexibilität in Dialysezeit und -ort ist eine gute berufliche und soziale Wiedereingliederung möglich.

Geringe Ernährungseinschränkungen
Während Hämodialysepatienten weitgehend auf kaliumhaltige Nahrungs-mittel wie frisches Obst und Gemüse verzichten müssen, gibt es bei der Peritonealdialyse dank der gleichmäßigen Entgiftung wenig Probleme mit dem Kalium-Wert im Blut. Der PD-Patient sollte sich eiweißreich ernähren. Das bedeutet: Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind erlaubt. Hier sollte allerdings der Phosphatgehalt der Nahrungsmittel beachtet werden. Meist ist die Empfehlung für PD-Patienten: Essen Sie erst einmal ganz normal. Wir kontrollieren dann die Blutwerte und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Falls Sie als PD-Patient Gewichtsprobleme haben, sollten Sie weitgehend auf Süßigkeiten und Kuchen verzichten. Es heißt einfach: Kalorien sparen. Ausnahmen sind erlaubt. 

Die Urinrestausscheidung plus Ultrafiltration der Dialyse bestimmt Ihre tägliche Trinkmenge. Viele Hämodialysepatienten klagen ständig über einen trockenen Mund. PD-Patienten dagegen berichten selten über ein ausgeprägtes Durstgefühl.

Urlaub
Als Peritonealdialysepatient können Sie Ihren Urlaubsort ungebundener wählen als ein Hämodialysepatient. Hämodialysepatienten müssen sich mit einem Dialysezentrum vor Ort in Verbindung setzen und ihre Dialysebehandlung planen. Ihre PD können Sie überall an einem sauberen Ort durchführen.

PD-Material ist in fast allen europäischen Urlaubszielen und nach Absprache auch in vielen anderen Ländern erhältlich. Von dort wird die Lieferung der nötigen Verbrauchsmaterialien zu ihrer Urlaubsadresse organisiert. Natürlich sollte für den Fall einer auftretenden Komplikation ein PD-Zentrum erreichbar sein.

 

Rechtzeitig mit der Urlaubsbuchung müssen Sie sich mit Ihrem Heimat-Zentrum in Verbindung setzen.



Führen Sie die automatisierte Peritonealdialyse mit Hilfe des Home-Choice durch und soll dieser mit auf Reisen gehen, muss bei einem Geräteausfall eine CAPD gesichert sein.

Sport
Gymnastik, Tanzen, Tennis, Fußball, Radfahren, Joggen, Skifahren, Reiten oder Sauna sind mit der PD möglich. Auch gegen Wassersportarten wie das Segeln, Surfen und Schwimmen ist bei richtiger Handhabung der Katheteraustrittstelle nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Sportliche Betätigung hält Sie fit und strafft die Bauchmuskulatur.

Bedingung: Die Katheteraustrittstelle muss reizlos sein, und der Bauch sollte je nach Aktivität entleert werden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem betreuenden PD-Team.

 
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