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Verfahren der Peritonealdialyse

CAPD - Continuierliche Ambulante Peritoealdialyse
Die nachfolgend beschriebenen Verfahren sollen Ihnen einen Einblick in die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Peritoneal-dialyse geben.

Der Patient führt 4 bis 5mal täglich manuell einen Dialysat-Beutelwechsel (2 bis 3l Dialysat) unter hygienischen Bedingungen zu Hause durch (8 bis 12l Dialysat täglich). So ist der Bauchraum über 24 Stunden mit Dialyselösung gefüllt, und es findet eine kontinuierliche Entgiftung statt. Die Lösung des einzelnen Beutels bleibt am Tag ca. 5 Stunden und in der Nacht ca. 8 Stunden im Bauch (Verweilzeit).

Ein Beutelwechsel dauert ca. 30 bis 40 Minuten.

Mit einem zusätzlichen Gerät – Quantum PD – hat der Patient die Möglichkeit, einen Beutelwechsel in die Nachtzeit zu verschieben. Der Patient schließt sich abends an das vorbereitete Gerät an, zu einer programmierten Zeit kommt es durch Ventilöffnung zum Aus- bzw. Einlauf, und der Patient kann ohne Störung schlafen. Außerdem kann zur Verbesserung der Dialysequalität ein 5. Beutelwechsel in die Nacht verlegt werden.


APD - Automatisierte Peritoealdialyse
Unter dem Begriff Automatisierte Peritonealdialyse werden alle Verfahren der PD zusammengefasst, bei denen der Körper mit Hilfe eines Dialysegerätes (Cyclers) dialysiert wird.

CCPD - Continuierliche Cyklische Peritonealdialyse
Nach intensiver Schulung durch PD-Pflegepersonal dialysiert sich der Patient selbständig jede Nacht mit einem Cycler (z.B. HomeChoice) zu Hause. Die Behandlung dauert in Abhängigkeit von der Transporteigenschaft des Bauchfells 6 bis 9 Stunden und endet in der Regel am Morgen mit einer Dialysatfüllung des Bauchraumes. Diese Füllung wird abends mit Beginn der nächsten Therapie über den Cycler abgelassen. Bei diesem PD-Verfahren benötigt man 12 bis 20l Dialyselösung. Die Verweilzeiten betragen etwa 30 bis 60 Minuten. Berufstätige und aktive Patienten ziehen diese Behandlung der CAPD vor, um tagsüber keine Beutelwechsel durchführen zu müssen.

Da aber immer mehr ältere, weniger mobile Patienten mit der Dialyse beginnen und Angehörige oder Pflegedienste den Patienten unterstützen müssen, bietet die automatisierte Peritonealdialyse auch hier eine gute Alternative. Ein Partner oder die Pflegekraft schließen den Patienten am Abend an den Cycler an und am nächsten Morgen wieder ab.

Mit den neuesten Cyclern, z.B. HomeChoice PRO, wird die Eingabe der Therapieanweisung noch einfacher für den Patienten. Er erhält von seinem PD-Zentrum eine kleine Speicherkarte, auf der die Therapiedaten gespeichert sind. Mit dieser Karte werden diese direkt auf den Cycler übertragen.

Auf der Karte wird auch der Verlauf der Behandlung aufgezeichnet. Für den Arzt und den Patienten ist es somit wesentlich einfacher, die durchgeführte Dialyse zu beurteilen und gemeinsam Änderungen zu besprechen.

OCPD - OptiChoice Peritonealdialyse
Mit einer speziell entwickelten Verschlusskappe (OptiCap) hat der Patient die Möglichkeit, schon im Laufe des Tages einen Dialysatwechsel mit Hilfe des Cyclers vorzunehmen.


 

 

IPD - Intermittierende Peritonealdialyse
Die IPD wird ebenfalls mit einem Cycler durchgeführt. Der Patient kommt 3x in der Woche in ein Dialysezentrum und wird dort behandelt. Die IPD ist somit kein Heimdialyseverfahren. Die Dialyse dauert 10 bis 12 Stunden und wird von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt. Pro Behandlung benötigt man ca. 20 bis 40l Dialysatlösung.

Die Entscheidung, welches der obengenannten Verfahren für Sie das beste ist, sollte mit Hilfe des standardisierten PET getroffen werden. 

PET - Peritonealer Equilibrationstest
Der Peritoneale Equilibrationstest liefert ein individuelles Ergebnis der verschiedenen Transporteigenschaften eines Bauchfells. Der Test zeigt, in welcher Zeit Giftstoffe vom Blut ins Dialysat und Zucker aus dem Dialysat ins Blut übergehen. Bei einem langsamen Austausch ist die CAPD vorzuziehen, da die urämischen Substanzen lange Verweilzeiten benötigen, um vom Blut ins Dialysat zu wandern.

 


 
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