Je nach Krankheitsbild und Verlauf werden auch Sie einige der unten genannten Medikamente bekommen. Bei der Einnahme Ihrer Medikamente sollten Sie sich immer an die Anordnung Ihres Arztes halten.
Phosphatbinder
Aufgrund Ihrer Erkrankung ist die Phosphatausscheidung über die Niere eingeschränkt. Daher müssen Sie zusammen mit eiweißhaltigen Mahlzeiten sogenannte Phosphatbinder einnehmen. So wird das Phosphat sofort gebunden und über den Darm ausgeschieden. Man unterscheidet calcium- und aluminiumhaltige Phosphatbinder.
Vitamin D
Bei Nierenerkrankungen ist der Prozess der Vitamin-D-Aufnahme vermindert. Dies kann zu Störungen des Knochenstoffwechsels führen. Abhängig von bestimmten Laborwerten wird Vitamin D auf ärztliche Anordnung eingenommen.
Eisenpräparate
Eine weitere Aufgabe der Nieren ist die Blutbildung. Der Körper benötigt zur Bildung der roten Blutkörperchen Eisen. Dieses kann nicht ausreichend über die Nahrung zugeführt werden und muss deshalb in Tablettenform oder auch als Spritze verabreicht werden.
Erythropoetin
Erythropoetin (EPO) ist ein Hormon zur Blutbildung und kann in Ihrer erkrankten Niere nicht mehr ausreichend gebildet werden. Die Gabe von EPO erfolgt meist subcutan, d.h. unter die Haut, und wird nach eingehender Schulung von Ihnen 1 bis 3x pro Woche selbst verabreicht.
Diuretika
Diuretika (z.B. Lasix, Furosemid etc.) steigern die Urinausscheidung und wirken somit blutdrucksenkend. Sie sollten möglichst morgens oder mittags eingenommen werden, um eine Störung der Nachtruhe zu vermeiden.
Vitamine
Über Ihr Peritoneum verlieren Sie während der Behandlung wasserlösliche Vitamine. Diese (z.B. Dreisavit, Renovit etc.) sollten Sie nach ärztlicher Anordnung einnehmen.
Eiweißpräparate
Durch die Peritonealdialyse verlieren Sie Eiweiß. Der optimale Weg ist die Zufuhr über die Nahrung. Falls dies nicht ausreicht, kann entweder ein spezielles Eiweißpulver (z.B. Diaprotein) den Mahlzeiten zugesetzt oder eine aminosäurehaltige Lösung zur Perionealdialyse eingesetzt werden. Diese Produkte sind phosphatfrei.
Antibiotika
Mit Antibiotika behandelt der Arzt bakterielle Infektionen. Antibiotika müssen auf ärztliche Anordnung in verordneter Dosierung über einen ausreichenden Zeitraum eingenommen werden. Je nach Krankheitsbild kann ein Antibiotikum intravenös (in die Vene gespritzt) oder intraperitoneal (in den Bauchraum) mit der Dialyselösung verabreicht oder per os (als Tablette) eingenommen werden.