Baxter Home
Therapiebereiche Produkte Service Über Baxter
Kontakt
 

Wenn Ihre Nieren nicht mehr arbeiten

Die Nieren scheiden nicht nur Wasser aus. Welche Fülle an Aufgaben und Leistungen sie vollbringen, erkennen wir besonders dann, wenn sie ungenügend arbeiten. „Niereninsuffizienz“ nennt Ihr Arzt dieses Krankheitsbild, das eine Fülle von Störungen nach sich ziehen kann.

Die Ursachen der Niereninsuffizienz sind vielfältig: Diabetes mellitus, Bluthochdruck, chronische Entzündungen der Nieren und Harnwege, Zystennieren, Medikamentenmissbrauch sowie seltene Erkrankungen des Immunsystems.

Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit
Die Krankheit beginnt oft schleichend und wird deshalb nicht immer sofort erkannt. Unspezifische Symptome sind: Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall, Appetitlosigkeit und Erbrechen. Die meisten Patienten lagern schließlich Wasser im Gewebe ein, vor allem in den Beinen. Ihr Arzt wird möglicherweise zusätzlich einen stark erhöhten Blutdruck feststellen. Ihre Nierenwerte im Blut (u.a. Harnstoff und Kreatinin) steigen an. Dies sind Anzeichen für eine mehr oder weniger starke Vergiftung Ihres Körpers. Im Urin lässt sich Eiweiß nachweisen. Vielleicht haben Sie bemerkt, dass Sie weniger Flüssigkeit ausscheiden. 

Die Niereninsuffizienz kann, rechtzeitig erkannt, unter Umständen mit einer speziellen Diät und medikamentösen Maßnahmen (z.B. exakte Blutdruckeinstellung) in ihrem Fortschreiten verlangsamt werden. 

Die Nieren können bis zu 90% ihrer Funktion einbüßen und dennoch ihre Aufgaben so weit erfüllen, dass keine Nierenersatz-Behandlung – Dialyse – zwingend erforderlich wird.


Entgiftung
Die Nieren liegen beidseits der Wirbelsäule. Sie sind bohnenförmig. Jede Niere wiegt etwa 150g und ist ca.12cm lang und 6cm breit. Jeden Tag fließt durch beide Nieren die fast unvorstellbare Menge von 1.700 Litern Blut, das sind 1,2 Liter pro Minute. Dabei werden Giftstoffe abgefiltert, Wasser abgepresst und ausgeschieden. Der ganze Vorgang unterliegt einem unendlich komplizierten, u.a. hormonell gesteuerten Mechanismus. Ist dieser gestört, können die Nieren meistens eine ausreichende Entgiftung und Entwässerung des Körpers nicht mehr bewältigen. Die üblicherweise durch den Urin ausgeschiedenen Substanzen bleiben als Folge im Blut und sind dort als erhöhte Nierenwerte messbar. Mit dem Anstieg der sogenannten harnpflichtigen Substanzen verschlechtert sich auch Ihr Allgemeinzustand.

Ausscheiden von Salz und Wasser
Die Nieren sorgen für ein Gleichgewicht im Wasser- und Salzhaushalt (Elektrolythaushalt) des Körpers. Bei Salz denken die meisten Leser sicherlich unwillkürlich an Kochsalz. Nicht zu Unrecht, ist es doch ein wichtiger Bestandteil im Blut. Mindestens genauso wichtig aber ist ein anderes Elektrolyt, das Kalium. Sein Vorhandensein im Körper ist lebensnotwendig. Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Kaliumgehalt im Blut bringt erhebliche Risiken mit sich. Die gesunden Nieren sorgen ständig für einen gleichbleibenden Kaliumspiegel. 

Sind sie jedoch erkrankt, können sie weder genügend Gifte noch genügend Salze noch ausreichend Wasser ausscheiden. Diese Faktoren gehen häufig miteinander einher. Nierenkranke sollten darauf achten, dass sie mit der Nahrung nicht zuviel Kalium aufnehmen. Die unterschiedlichen Dialyseverfahren sind ihrerseits in der Lage, dem Blut Kalium zu entziehen. Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt führen häufig zu erhöhtem Blutdruck. Natürlich spielen hier noch andere Faktoren eine Rolle.

Während Bluthochdruck und erhöhte Nierenwerte im Blut von den Betroffenen nicht sofort bemerkt werden, fallen Wasseransammlungen im Gewebe eher auf. Die Beine werden dick, Hände und Augenlider können anschwellen. Eventuell stellt Ihr Arzt bei einer Röntgenkontrolle zusätzlich Wasseransammlungen in der Lunge fest. Diese können zu Husten und Luftnot führen. 

Wenn durch spezielle Medikamente und Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr keine Besserung eintritt, wird eine Nierenersatzbehandlung in Form einer Dialyse notwendig. Mit Hilfe der Dialyse wird dem Körper überschüssiges Wasser entzogen.

 
Copyright & Legal Disclaimer | Datenschutz | Impressum |   Drucken dieser Seite