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Was versteht man unter einer Infusionstherapie?
Unter einer Infusionstherapie versteht man die Gabe steriler Lösungen zum Ausgleich von Flüssigkeits- oder Volumendefiziten und damit zur Aufrechterhaltung existenzieller Körperfunktionen. Die in Flaschen oder speziellen Beuteln enthaltenen Präparate werden über die Blutbahn verabreicht.
Wann ist eine Infusionstherapie notwendig?
Eine Infusionstherapie ist bei größeren Verlusten von Körperwasser oder Blut angezeigt. Hauptursache für die so genannte „Dehydratation“ ist eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da mit dem Alter das Durstgefühl nachlässt und das Trinken oft einfach vergessen wird. Aus verschiedenen Gründen besteht auch bei Kindern ein erhöhtes Risiko. So haben Kinder eine verhältnismäßig große Körperoberfläche, wodurch Flüssigkeit leichter verdunsten kann. Aber auch durch Unfälle oder unter Operationen – vor allem bei größeren OPs sowie bei Durchfall und Verbrennungen gehen Körperwasser und Blut verloren.
Was passiert, wenn Flüssigkeits- und Blutverluste nicht ausgeglichen werden?
Wasser ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers. 60 Prozent des Körpers eines Erwachsenen bestehen aus Wasser, beim Säugling sogar 70 Prozent. Wasser dient vor allem als Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe sowie als Zellbaustein. Bereits ein Wasserverlust von 5 Prozent kann zu Kreislaufbeschwerden führen. Ein Verlust von 15 bis 20 Prozent kann sogar tödlich enden.
Da Wasser ein Hauptbestandteil des Blutes ist, sind Flüssigkeitsverluste meist unmittelbar mit einer Abnahme des Blutvolumens verbunden. Befindet sich zu wenig Blut im Kreislauf, ist die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht mehr gewährleistet. Typische Symptome sind eine blasse Haut, ein Abfall des Blutdruckes, ein erhöhter Puls sowie eine verminderte Urinproduktion. Folgeschäden reichen von einer beeinträchtigten Leistungsfähigkeit bis hin zur Einschränkung lebenswichtiger Organe wie Niere und Gehirn.
Welche Therapieoptionen gibt es?
Flüssigkeits- und Blutverluste können mit Infusionen behandelt werden. Dazu stehen zwei Präparategruppen zur Verfügung. So genannte kristalloide Lösungen wie beispielsweise Vollelektrolytlösungen, die Wasser und Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium enthalten, werden zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten eingesetzt. Zur Auffüllung des Blutvolumens können Hydroxyethylstärkepräparate verwendet werden. Diese Infusionslösungen auf der Basis von Mais- oder Kartoffelstärke binden Wasser im Blutgefäßsystem und können auf diese Weise Blutverluste kompensieren.
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Informationen für medizinische Fachkreise
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