
Am 24. April 2010 findet der zweite internationale World Meningitis Day statt
Meningokokken sind Bakterien, die Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) verursachen. Vereinzelte Erkrankungen und Berichte über lokale Ausbrüche von Hirnhautentzündungen führen immer wieder zur Verunsicherung in der Bevölkerung und rücken diese Erkrankung in das öffentliche Interesse.
Eine Hirnhautentzündung ist eine Entzündung der schützenden Häute (Meningen), die das Gehirn und Rückenmark umgeben und kann durch eine Vielzahl von Erregern – Viren oder Bakterien – verursacht werden. In seltenen Fällen wird sie auch durch Pilze, Parasiten oder Krebs- und Autoimmunerkrankungen ausgelöst.

Vielfach wird eine Hirnhautentzündung durch Viren ausgelöst. In der Regel ist der Verlauf weniger schwer und kürzer. Erreger einer viralen Hirnhautentzündung sind z.B: Mumps- oder Masern-Viren.
Die häufigsten Erreger einer eitrigen (bakteriellen) Meningitis sind Meningokokken. Sie sind für durchschnittlich 45% aller bakteriellen Meningitiden in Deutschland verantwortlich. Von den gemeldeten Meningokokken-Erkrankungen verlaufen ca. 7 – 10% tödlich. Etwa ebenso viele der Erkrankten überleben mit schweren bleibenden Schäden, wie Hörverlust, Intelligenzminderung, Epilepsie oder Amputationen der Gliedmaßen.
Seit Einführung der Haemophilus influenzae Typ b-Impfung werden noch ca. 2 – 3% der Erkrankungen durch H. influenzae, etwa 20% durch Pneumokokken sowie 30 – 40% durch weitere bakterielle Erreger, z.B. Staphylokokken verursacht. Meningokokken-Erkrankungen, die durch den Serotyp C verursacht werden, können durch Impfen verhindert werden.