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Gesundheitsinfo Pandemie

Saisonale Influenza und Neue Influenza (Schweinegrippe) kommen zusammen vor
Die Grippe oder Influenza ist eine der bedeutendsten Infektionserkrankungen des Menschen. Sie wird durch Viren ausgelöst und führt zu einer akuten Erkrankung der Atemwege. Die Viren werden durch kleinste Tröpfchen zum Beispiel beim Sprechen oder Niesen übertragen. Auch Kontaktinfektionen (Hand-Mund, Hand-Nase) sind möglich. An der Grippe kann jeder erkranken, sie trifft auch völlig gesunde Personen.

Die Grippeviren verändern sich ständig; neue Virusvarianten entstehen. Daher werden weltweit die Erreger stetig überwacht und es wird jedes Jahr für die wiederkehrende saisonale Grippe („Wintergrippe“) die Zusammensetzung der Grippe-Impfstoffe neu angepasst.

Im April 2009 erkrankten viele Menschen in Mexiko an einem Grippevirus, das bis dahin weitgehend unbekannt war. Forscher identifizierten kurze Zeit später das Virus und gaben ihm die wissenschaftliche Bezeichnung A/H1N1. Es ist der Erreger einer „Neuen Grippe“, die sich rasch über Staaten und Kontinente und auch nach Deutschland verbreitet. Schweine können sich mit Grippeviren anstecken, die bei Menschen, bei Vögeln oder bei Schweinen vorkommen. Deshalb sind sie ein idealer Wirt für die Entstehung neuer Grippeviren: dies geschieht, wenn sich Teile der Erbinformation verschiedener Grippeviren durchmischen. Das A/H1N1-Virus ist vermutlich so entstanden. Deshalb spricht man umgangssprachlich von Schweinegrippe. Die Viren der saisonalen Grippe und der Neuen Grippe können in diesem Winter gleichzeitig in Deutschland vorkommen.
Bisher verläuft die Neue Grippe (sog. Schweinegrippe) eher mild. Schwere Krankheitsfälle oder Todesfälle gibt es in Deutschland bislang eher selten. Niemand kann aber heute voraussagen, wie sich das Virus und seine Verbreitung weiter entwickelt. Es kann sein, dass sich in einer „zweiten Welle“ deutlich mehr Menschen anstecken und auch schwerer krank werden.

Symptome der Neuen Grippe ähneln denen der saisonalen Wintergrippe
Die Neue Grippe (sog. Schweinegrippe) ähnelt stark der saisonalen Grippe („Wintergrippe“). Die Krankheit äußert sich durch Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Bei manchen Menschen führt sie auch zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Impfung bietet Schutz vor der Grippe
Die Einhaltung einfacher Hygiene-Empfehlungen hilft die Ansteckung mit Viren zu erschweren:

  • Saubere Hände – mehrmals am Tag eine halbe Minute lang mit Seife waschen, auch zwischen den Fingern
  • Hände vom Gesicht fernhalten!
  • In die Armbeuge husten und niesen – nicht in die Hand!
  • Abstand halten – wenn möglich zwei Meter zum Gegenüber, auf Händeschütteln verzichten!


Der wirksamste und sicherste Schutz ist jedoch die Impfung. Es wird empfohlen sich zunächst gegen die saisonale Grippe („Wintergrippe“) impfen zu lassen und dann gegen die Neue Grippe.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die saisonale Grippe-Impfung insbesondere Risikogruppen (zum Beispiel Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen, medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr, sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können) .

Auch von einer Impfung gegen die Neue Grippe können grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen profitieren. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe sollten die Impfungen in folgender zeitlicher Reihenfolge erfolgen: Mit der Impfung der Gruppen 1, 2 und 3 sollte bei Verfügbarkeit der Impfstoffe sofort begonnen werden:

  1. Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material
  2. Personen ab einem Alter von 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
  3. Schwangere (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen
  4. Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle für ungeimpfte Risikopersonen (s. 2. und 3. Und Säuglinge unter 6 Monaten) sein können
  5. alle übrigen Personen ab dem Alter von 6 Monaten


Therapie beim Arzt
Sie sollten sofort Ihren Arzt beim Auftreten der ersten Grippe-Anzeichen per Telefon kontaktieren. Um nicht andere im Wartezimmer anzustecken, sollten Sie einen Termin vereinbaren. Auf dem Weg zur Arztpraxis sollte man engen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Und natürlich auch die Hygiene-Empfehlungen beachten: in die Armbeuge husten und niesen, regelmäßig Hände waschen. Eine frühzeitige Therapie kann helfen die Vermehrung der Viren im Körper zu stoppen und die Krankheitsdauer zu verkürzen.

Grippe-Erkrankung führt oft zu Komplikationen
Man geht davon aus, dass jede fünfte Grippe-Erkrankung in Komplikationen mündet. Die häufigsten Komplikationen der Grippe sind Bronchitis, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und Herzmuskelentzündung.
Damit es erst gar nicht zur Erkrankung und damit zu Komplikationen kommen kann, sollte frühzeitig geimpft werden.

Weitere Informationen zur neuen Grippe in Deutschland
Auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit unter www.neuegrippe.bund.de erfahren Sie wie die Lage in Deutschland derzeit ist und können aktuelle Veröffentlichungen nachlesen, wie beispielsweise Pressemitteilungen, Interviews und Originaltöne.




 

 
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