Infusionstherapie
Was ist eine Infusionstherapie?
Die Infusionstherapie ist eine Form der medizinischen Behandlung, bei der dem Körper sterile Lösungen zum Ausgleich von Flüssigkeits- und/oder Volumendefiziten zugeführt werden. Diese Lösungen dienen der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen.
Die in Flaschen oder speziellen Beuteln enthaltenen Präparate werden meist intravenös, also direkt über die Blutbahn, verabreicht.
Die medikamentöse Infusionstherapie dient der Verabreichung von Medikamenten, wenn eine genaue, direkte und kontinuierliche, also ständige Gabe der Medikamente erfolgen muss, damit sie ihre bestmögliche Wirkung entfalten können. Dafür gibt es spezielle Pumpensysteme und Katheter.
Wie entsteht Flüssigkeitsmangel?
Bei schweren Verletzungen wie Brandverletzungen, Unfällen, Durchfall-Erkrankungen oder Operationen kann es zu einem lebensbedrohlichen Flüssigkeitsdefizit (Dehydration) kommen.
Auch eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme kann zur Dehydration führen. Davon sind besonders ältere Menschen betroffen, da mit dem Alter das Durstgefühl nachlässt und das Trinken einfach vergessen wird. Bei Kindern ist ganz besondere Vorsicht z. B. bei Durchfall-Erkrankungen oder Erkrankungen mit Erbrechen geboten, da es relativ rasch zum akuten Flüssigkeitsmangel kommen kann.
Welche Formen der Infusionstherapie gibt es?
Flüssigkeits- und Volumenverlust können durch eine Infusionstherapie behandelt werden. Es gibt verschiedene Gruppen von Infusionslösungen: Kristalloide Lösungen (z. B. Vollelektrolytlösungen) enthalten Wasser und Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium und werden zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten eingesetzt. Kolloidale Infusionslösungen dienen dem raschen Volumenersatz und werden bei starkem Blutverlust eingesetzt.
Bei einer Infusionstherapie ist nicht nur die Zusammensetzung der Infusionslösung wichtig, auch das technische Equipment zur Verabreichung spielt eine große Rolle.

