Nierenersatztherapie

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn die Nieren ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen, spricht man von Niereninsuffizienz oder Nierenversagen. Dies kann entweder durch die Transplantation einer Spenderniere oder aber durch eine Dialyse behandelt werden.

In rund 70 Prozent der Fälle stammen Spendernieren von Verstorbenen. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit einer Lebendspende. Dabei wird einem freiwilligen Spender eine Niere entnommen und dem Erkrankten eingesetzt. In Deutschland ist eine solche Spende aber nur unter Verwandten ersten Grades, Ehegatten, Lebenspartnern, Verlobten oder Personen, die dem Spender in persönlicher Verbundenheit nahe stehen, möglich. Für Spender und Empfänger reicht eine gesunde Niere aus, um sämtliche lebenswichtige Funktionen zu erfüllen.

Eine Dialyse ist vor allem für diejenigen Patienten von Bedeutung, bei denen eine Transplantation aus medizinischen Gründen nicht in Fragen kommt oder die noch auf ein geeignetes Spenderorgan warten. Patienten, die auf eine regelmäßige Dialyse angewiesen sind, können wählen: Die Behandlung kann entweder zu Hause oder in einem Dialysezentrum durchgeführt werden.

Für die Dialyse zu Hause eignet sich vor allem die Bauchfelldialyse, auch bekannt als Peritonealdialyse (PD). Die PD bietet insbesondere als Einstiegsverfahren Vorteile und wird in den nationalen Versorgungsleitlinien auch für nierenkranke Diabetiker empfohlen.

Für Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Bauchfelldialyse durchführen können oder die auf die Betreuung durch medizinisches Personal angewiesen sind, ist die Blutwäsche (Hämodialyse) in einem Dialysezentrum eine sinnvolle Option.

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Warum ist Beratung der erste Schritt?

Die Wahl einer geeigneten Nierenersatztherapie hat weitreichende Konsequenzen für das Leben und den Alltag der Patienten. Daher sollten die Betroffenen sorgfältig abwägen, welche Form der Therapie am ehesten in Frage kommt.

An erster Stelle steht daher ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Nur Patienten, die umfassend informiert sind, können sich bewusst für eine Therapieform entscheiden, die ihrem Lebensstil gerecht wird.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.