Dialyse zu Hause

Dialyse zu Hause

Was ist eine Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse,PD)?

  •  Die Peritonealdialyse ist die häufigste Form der Heimdialyse. Weltweit behandeln sich so über 250.000 Patienten zu Hause.
  •  Bei der PD wird das Blut nicht außerhalb, sondern im Körper gefiltert und gereinigt. Dies geschieht durch das Bauchfell, einer körpereigenen Membran.
  •  Die PD ist ein einfaches, leicht erlernbares und sicheres Verfahren. Sie kann zu Hause, am Arbeitsplatz und sogar auf Reisen durchgeführt werden. Dadurch bewahren sich Patienten ihre Mobilität und ihren individuellen Lebensrhythmus. Viele Patienten bewerten das im Rahmen ihrer Erkrankung als Lebensqualität.
  •  Daten belegen, dass die PD für die meisten Patienten geeignet ist, und sogar in den ersten Behandlungsmonaten Vorteile gegenüber der Blutwäsche (Hämodialyse; HD) bietet.
  •  Durch intensives Training wird der Patient und/oder Angehörige geschult und mit dem Verfahren vertraut gemacht.
  •  Im Vorfeld wird in einer Operation ein PD-Katheter (dünner, weicher Silikonschlauch) in die Bauchhöhle implantiert. Das Schlauchende des Katheters kann unauffällig unter der Kleidung verborgen werden.
  •  Für die Peritonealdialyse wird über den PD-Katheter Dialyselösung in den Bauchraum gefüllt. Die Flüssigkeit verbleibt dort (Verweilzeit) und reichert sich mit „Giftstoffen“ und überschüssiger Flüssigkeit an. Nach der Verweilzeit wird die „verbrauchte“ Dialyselösung durch frische ersetzt.
  •  Danach wird der PD-Katheter verschlossen und die Patienten können sich frei bewegen.
  • Grundsätzlich gibt es zwei Arten der PD:

    Die Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse (CAPD): Die Dialyselösung wird pro Tag 3-4 mal ausgewechselt (Beutelwechsel). Ein Beutelwechsel dauert circa 20-30 Minuten. Der Zeitplan für diese Beutelwechsel lassen sich in Absprache mit dem behandelnden Arzt an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

 

Funktionsweise der CAPD
Peritonealdialyse während dem Tag
A   Frische Lösung
B   Verbrauchte Lösung
1.   Peritonealhöhle
2.   Schlauchsystem
3.   Katheter

 

Die Automatisierte Peritonealdialyse (APD): Hier erfolgt der Wechsel der Dialyselösung automatisiert über ein Gerät – den sogenannten Cycler – und wird meistens über Nacht, während der Patient schläft, durchgeführt.

Selbstverständlich ist die medizinische Betreuung auch bei einer Heimdialyse jederzeit gewährleistet.

Ambulante Kontrollen finden in der Regel alle 4-6 Wochen im Dialysezentrum statt, was viele Patienten als große Erleichterung empfinden.

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Gibt es andere Formen der Heimdialyse?

Die sogenannte „Blutwäsche“ bzw. Hämodialyse (HD) wird im Normalfall in einem Dialysezentrum durchgeführt. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die HD zu Hause (HHD) durchzuführen. Dazu werden die Hämodialysemaschine zusammen mit einer speziellen Wasserreinigungsanlage im Haus des Patienten installiert und der Patient muss die Maschinenbedienung lernen.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.