Anästhesie

Anästhesie

Anästhesie: Was ist das?

Der Begriff „Anästhesie“ (von altgriechisch: „Anaisthesia“) bedeutet soviel wie „Empfindungslosigkeit“ und wird im Allgemeinen gleichbedeutend mit dem ebenfalls aus dem Griechischen stammenden Wort Narkose verwendet.

Durch eine Anästhesie können medizinische Behandlungen und Eingriffe schmerzfrei und (bei Bedarf) unter Ausschaltung des Bewusstseins durchgeführt werden. Im Laufe der Zeit hat sich die Anästhesie zu einer hochspezialisierten Fachrichtung innerhalb der Medizin entwickelt. Anästhesisten befassen sich nicht nur mit der Ausschaltung des Schmerzes und des Bewusstseins – sie sind auch dafür zuständig, dass lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf und Atmung während einer Operation aufrecht erhalten werden.

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Welche Formen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Anästhesie, die nicht notwendigerweise mit Bewusstlosigkeit einhergehen. Grundsätzlich wird in der Medizin zwischen folgenden Formen unterschieden:

  • Lokalanästhesie: Bei einer Lokalanästhesie, auch örtliche Betäubung genannt, wird nur ein kleiner Teil des Körpers (z. B. der Finger oder das Knie) schmerzunempfindlich gemacht. Der Patient selbst bleibt bei vollem Bewusstsein.
  • Regionalanästhesie: Bei der Regionalanästhesie wird Schmerzfreiheit in einem größeren Bereich des Körpers (z. B. Arm oder Bein) herbeigeführt. Die Schmerzleitung vom Operationsgebiet zum zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wird für eine bestimmte Zeit blockiert. Auch hierbei bleibt der Patient wach.
  • Allgemeinanästhesie (Narkose): Bei der auch als Vollnarkose bezeichneten Allgemeinanästhesie werden Patienten durch Medikamente in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, der zur Ausschaltung des Bewusstseins und der Schmerzempfindung führt. In der Regel basiert die Vollnarkose auf drei Medikamentengruppen: Schlafmittel (Hypnotika), Schmerzmittel (Analgetika) und Mittel zur Muskelerschlaffung (Muskelrelaxantien).


Für die Durchführung einer Regional- oder Allgemeinanästhesie sind Fachärzte für Anästhesie zuständig. Die Lokalanästhesie wird meist vom operierenden Arzt selbst durchgeführt.

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Wie läuft eine Allgemeinanästhesie (Narkose) ab?

Die zur Erreichung der Anästhesie notwendigen Medikamente werden entweder über die Vene eingebracht (intravenöse Anästhesie) oder sie werden inhaliert (Inhalationsnarkose). Die derzeit meist verwendete Narkoseform ist die „balancierte Anästhesie“, wobei die Einleitung der Narkose über die Vene erfolgt, die Aufrechterhaltung jedoch durch die Verwendung von gas- oder dampfförmigen (volatilen) Narkosemitteln erreicht wird. Nach dem Einschlafen  wird die Atmung durch eine Gesichtsmaske unterstützt. Kleine Eingriffe bis zu einer Dauer von etwa 15 Minuten werden häufig auf diese Art durchgeführt. Bei längeren Eingriffen führt der Anästhesist zur Sicherung der Atemwege einen Schlauch (Trachealtubus) in die Luftröhre (Intubation) oder in den Rachen ein (Kehlkopfmaske). Dies geschieht, sobald der Patient in einen schlafähnlichen Zustand versetzt wurde, sprich dies nicht mitbekommt. Die Intubation erleichtert die künstliche Beatmung. Eine ständige Gabe von Narkosegas und flüssigen Narkosemitteln während der Operation sorgt dafür, dass die Narkose aufrechterhalten wird und Bewusstlosigkeit, Schmerzfreiheit und Muskelentspannung gewährleistet sind. Die Durchführung der Anästhesie liegt in den Händen des Anästhesisten, der den Vorgang ständig überwacht und eingreift, wenn Probleme auftreten.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.