Pressemitteilung - 04. Februar 2014

Neue Webseite gibt Ernährungstipps für Krebspatienten  

Die Speicher wieder auffüllen – auf die Ernährung bei Krebs achten!

Unterschleißheim, 4. Februar 2014 – Bei Krebserkrankungen wird Gewichtsverlust häufig als unabänderliche Begleiterscheinung akzeptiert. Wenige wissen allerdings, dass hierbei oft eine Mangelernährung die Folge sein kann. Hinzu kommt eine Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Doch gerade in Bezug auf die Ernährung können Krebspatienten selbst viel tun! Unterstützung bekommen sie ab sofort auf www.ernaehren-bei-krebs.de. Die Webseite richtet sich an Patienten sowie ihre Angehörigen. Sie informiert darüber, was Betroffene unternehmen können, um ihren Ernährungsstatus zu verbessern und damit ihr allgemeines Wohlbefinden zu steigern. Auch Angehörige finden praktische Ratschläge, wie sie ihren Lieben helfen können, die Nährstoffspeicher und damit auch die Kraftreserven wieder aufzufüllen.

www.ernaehren-bei-krebs.de geht anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar an den Start und hat die besonderen Bedürfnisse von Krebspatienten im Blick. Bei einer Krebserkrankung können beispielsweise der Energieverbrauch erhöht, der Appetit verändert sowie das Essen erschwert oder ganz unmöglich sein. Gewichtsverlust und Mangelernährung können häufige Folgen sein. Mit dem neuen Internetangebot möchte das Unternehmen Baxter über Möglichkeiten und Formen einer Ernährungstherapie informieren und auf die Bedeutung des Themas aufmerksam machen. Denn nicht zuletzt zeigen Studien, dass bis zu 80% der Patienten in Abhängigkeit von der Art des Tumors nicht ausreichend ernährt sind*.

Zudem ist Ernährung bei einer Erkrankung oft der Aspekt, den Betroffene am stärksten selbst mitbestimmen können. Deshalb ist das Informationsangebot so aufgebaut, dass Krebspatienten und ihre Angehörigen viele praktische, in den Alltag umsetzbare Ideen finden. Diese reichen von appetitanregenden Kräutern und Gewürzen wie Curry, Ingwer, Paprika oder Schnittlauch anstelle von Salz, bis hin zur Anleitung für die Erstellung eines Ernährungstagebuchs. Abgerundet wird das Angebot durch einen speziellen Fragebogen zum Ernährungsstatus und ein Wissensquiz.

Angehörige einbeziehen
Das Besondere an der Webseite ist, dass sie sich nicht nur an Betroffene selbst richtet, sondern auch ihre Familie mit einbezieht. Angehörige finden auf www.ernaehren-bei-krebs.de viele Tipps, wie sie ihr erkranktes Familienmitglied unterstützen können. Mitunter hilft schon eine ansprechende Tischgestaltung, die Lieblingsspeisen dekorativ zuzubereiten oder kleine, appetitanregende Häppchen zwischendurch anzubieten. Gemeinsam mit dem Patienten können sie sich zudem auf das Arztgespräch vorbereiten – die "Checkliste für den Arztbesuch" sorgt dafür, dass in der meist angespannten Situation im Arztzimmer keine wichtige Frage vergessen wird.

Krebs und Ernährungstherapie
Es ist kein Geheimnis, dass Ernährung einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Doch ist der Patient bereits an Krebs erkrankt, wird das Thema Ernährung oft vergessen. Dabei können Wahl und Zusammensetzung der richtigen Lebensmittel einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden und den Allgemeinzustand der Patienten ausüben. Reicht das nicht aus, kann eine künstliche Ernährung – d.h. über eine Magensonde (enteral) oder Infusion (parenteral) – helfen. Zum Beispiel kann sie vor oder nach einer Operation unterstützend zur normalen Ernährung angewendet werden (supportiver Einsatz), um den Patienten zu stärken. Auch hierzu informiert das neue Internetangebot www.ernaehren-bei-krebs.de ausführlich.

Ernährungstherapie – was ist das eigentlich?
Eine Ernährungstherapie läuft in Stufen ab. Diese Stufen sind nicht streng von einander abgegrenzt, sondern sie gehen fließend ineinander über und können miteinander kombiniert werden.

  1. Normale Ernährung (oral)
    Dazu zählt unsere natürliche Ernährung sowie flüssige Nahrung (Trinknahrung, "Astronautenkost"), die wir über den Mund aufnehmen.
  2. Flüssige oder Sondennahrung (enterale Ernährung)
    Können wir auf natürlichem Weg nicht genügend Nahrung zu uns nehmen, kann flüssige Nahrung über eine Sonde in den Magen oder den Dünndarm verabreicht werden.
  3. Ernährung per Infusion (parenterale Ernährung)
    Reicht auch Stufe 2 nicht aus oder ist sie nicht geeignet (z.B. bei nicht vorhandener Darmpassage durch einen Tumor im Magen-Darm-Trakt), werden die Nährstoffe per Infusion direkt in die Blutbahn gegeben. Der Magen-Darm-Trakt wird dabei umgangen.

* Arends, J: Aktuelle Ernährungsmedizin 2012; 37(2): 91–106


Über Baxter

Baxter entwickelt, produziert und vertreibt Produkte, die das Leben von Menschen mit Hämophilie, Immunerkrankungen, Infektionskrankheiten, Nierenerkrankungen, Traumata und anderen chronischen und akuten Erkrankungen erhalten und bewahren. Als global agierendes Unternehmen der Gesundheitsbranche mit einem breiten Leistungsspektrum, verfügt Baxter über spezielles Fachwissen in den Bereichen Medizinprodukte, Pharmazeutika und Biotechnologie und entwickelt auf der Basis dieser einzigartigen Kombination neue Produkte für eine weltweit bessere Patientenversorgung.


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