Hämophilie
Menschen mit einer Hämophilie haben zu wenige oder fehlende Blutgerinnungsfaktoren, daher sind Blutungen schwer zu stoppen. Die adäquate Therapie mit entsprechenden Gerinnungsfaktoren ermöglicht ein aktives Leben.
Nach nahezu 60-jährigem Engagement für Innovationen in der Hämophilie-Behandlung kennt Baxter die Herausforderungen, vor denen einzelne Betroffene und auch die Gemeinschaft der Hämophilen stehen. Unsere Arbeit konzentriert sich auch weiterhin auf die Optimierung der Hämophilie-Therapie. Wir wollen unseren Teil für eine bessere Lebensqualität der Betroffenen beitragen.
Baxter verfügt heute über eines der umfangreichsten Portfolien von Hämophilie-Produkten, die Kliniken und Patienten in jedem Stadium der Behandlung zugute kommen.
Hämophilie A
Die angeborene Blutgerinnungsstörung Hämophilie beruht auf einem Gendefekt, der an ein x-Chromosom gebunden ist. Daher tritt die Krankheit nur bei Männern in Erscheinung (x-chromosomal rezessiv). Frauen, die ein betroffenes x-Chromosom haben, erkranken nicht, sie sind Konduktorinnen. Die mit Abstand häufigste Form der Blutgerinnungsstörung ist die Hämophilie A. Ursache ist ein Mangel des Gerinnungsfaktors VIII, der für eine intakte Blutgerinnung erforderlich ist. Etwa 85 % der Hämophilen haben eine Hämophilie A.
Hämophilie B
Hämophilie B ist eine Form der Blutgerinnungsstörung, die nur etwa 15 % der Hämophilie-Erkrankungen ausmacht. Sie beruht auf einem Mangel des Gerinnungsfaktors IX und wird wie die häufiger auftretende Hämophilie A durch einen Defekt des X-Chromosoms hervorgerufen. Beide Arten der Hämophilie sind erblich und betreffen fast ausschließlich Männer.
Hemmkörper-Hämophilie
Die Hemmkörperbildung gegen den substituierten Faktor VIII (oder Faktor IX) stellt heutzutage die schwerste Komplikation der Hämophilie-Behandlung dar. Etwa 20-30 % der Patienten mit einer schweren Verlaufsform der Hämophilie A entwickeln zumeist zu Beginn der Behandlung einen Hemmkörper.
Spontan erworbene Hämophilie
Anders als die meisten Formen der Blutgerinnungsstörung ist die spontan erworbene Hämophilie – wie der Name sagt – keine angeborene bzw. erbliche Erkrankung.
